Hackerangriffe: digitale Verbrechen über das Internet

Immer mehr Hackerangriffe fanden in den letzten Jahren statt. Aber so viele Angriffe auch geschehen, so viele Möglichkeiten gibt es, sich vor Hackern zu schützen.

Selbst Privatpersonen sind betroffen

Im September 2018 wurde der Internet-Gigant Facebook von Hackern angegriffen, die die Konten von beinahe 50 Millionen Usern hackten. Auch British Airways wurde im Juli 2019 angegriffen und verlor Daten von einer halben Million Kunden. Die Fluggesellschaft musste daraufhin eine Geldstrafe der Datenschutzbehörde im Millionenbereich bezahlen, immerhin hatte sie keine ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen, um die Daten ihrer Kunden zu schützen. Vor allem Konten von Onlinebanking sollen in Zukunft besonders in Gefahr sein. Das Bundeskriminalamt warnt hier vor gezielten Hackerangriffen die es vor allem auf TANs abgesehen haben. Aber nicht nur Banken und große Unternehmen sind enorm gefährdet. Selbst kleinere Firmen und Privatpersonen sind potenziell betroffen, sobald sie im Besitz eines Computers und ohne Schutz-Software im Internet unterwegs sind.

Hacker kennen viele Wege

Es gibt viele Arten von Schadsoftware (auch Malware genannt), mit denen Hacker ihre Wege in fremde Computersysteme finden. Am bekanntesten sind wohl Viren, die ihre Ziel-Daten oft kaputt machen oder komplett auslöschen. Meistens werden Viren über E-Mails verschickt und befallen den Computer des Empfängers, sobald dieser den Anhang einer solchen Mail öffnet. Wie der Name schon sagt ist es mit dem Befall eines einzigen Computer-Programms oft nicht genug: Viren sind in der Lage, sich selbst zu vermehren, indem sie auf andere Programme überspringen und so schon nach kurzer Zeit die gesamte Software verseuchen.

Versteckt im Trojaner

Im Gegensatz zu Viren können „Trojanische Pferde“ oder Trojaner sich nicht vermehren, dafür sind sie umso hinterhältiger. Bei Trojanern handelt es sich um Schadsoftware, die getarnt als hilfreiches Programm Zugang zum Computer des Opfers erhält – und dort dann im Hintergrund versteckt ihr Unwesen treibt. Besonders gefährlich an Trojanern ist die Tatsache, dass die getarnte Malware vom Benutzer des Computers selbst gestartet wird. Das hat zur Folge, dass die Malware dieselben Zugangsrechte hat, wie der User. Im schlimmsten Fall sind also Administratoren Opfer von Hackerangriffen durch Trojaner. Ihren Namen haben Trojaner übrigens vom trojanischen Pferd, einem riesigen Pferd aus Holz, mit dem griechische Soldaten unbemerkt in Troja einfallen konnten, indem sie sich im Inneren der Holzkonstruktion versteckt hielten.

Der Spion im Computer

Wie Trojaner kann sich auch die sogenannte Spyware, umgangssprachlich auch Schnüffelprogramm genannt, nicht selbst replizieren. Spyware wird automatisch beim Starten des Computers in Gang gesetzt und übermittelt erschnüffelte Daten sobald eine Verbindung zum Internet besteht. Bei den Daten handelt es sich in der Regel um die persönliche Aktivität im Internet, also welche Websites man besucht, was man darauf macht etc. Außerdem erfasst Spyware wichtige Anmeldeinformationen und sogar Bankdaten. Der Spion im Computer kann auch so manche Einstellungen am Computer vornehmen, beliebt ist hier die Umstellung der Startseite im Browser.

Das Fischen nach persönlichen Daten

Phishing ist der Begriff, der bei Hackern vor allem in den letzten Jahren großen Anklang gefunden hat. Hierbei geht es um das Fischen nach persönlichen Daten, meistens per E-Mail. Diese E-Mails enthalten oft die Aufforderung, die eigenen Kontodaten zu übermitteln. Vor allem ältere Menschen, die sich nicht gut mit Technik auskennen, fallen auf Phishing-Mails herein und geben ihre Daten preis. Diese werden an den Verursacher der Mail gesendet, die dieser dann zum Schaden der Betroffenen verwendet.

Maßnahmen gegen Hackerangriffe

Um den eigenen Computer vor Hackerangriffen zu schützen, gibt es eine ganze Liste an Maßnahmen. Ganz oben steht hierbei die Anschaffung einer Antivirus-Software, die das Gerät vor Angriffen schützt. Bei dieser Art von Software ist auf jeden Fall darauf zu achten, sie immer auf dem neuesten Stand zu halten, regelmäßige Updates durchzuführen und das Computersystem immer wieder auf einen möglichen Virus-Befall zu überprüfen. Zusätzlich lässt sich der Internetanschluss durch eine Firewall schützen.

Wer sich dann ins Internet begibt, sollte alle seine Passwörter ändern. Dazu denkt man sich Passwörter aus, die sonst niemand errät, am besten sind hier welche, die nur aus wahllos aneinander gereihten Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen. Die Passwörter notiert man sich am besten mit Stift und Papier und nicht in einer Datei am Computer, denn sollte ein Hackerangriff tatsächlich einmal Erfolg haben, könnten diese Daten gestohlen werden. Man sollte Passwörter auch niemals per Mail an jemand anderen senden. Und wer eine E-Mail mit unbekanntem Absender im Postfach hat, lässt lieber die Finger davon. Vor allem sollte das Öffnen von angehängten Dateien und das Klicken auf Links in der Mail vermieden werden.

Wer viel am Computer zu arbeiten hat, sollte diese Arbeiten nur dann mit Admin-Rechten durchführen, wo es wirklich notwendig ist. Im Falle von einem Trojaner-Angriff kann so der Schaden minimiert werden. Der Trojaner erhält beim Übergriff auf den Computer schließlich dieselben Rechte wie der Benutzer selbst! Um schlussendlich noch der Zerstörung von Daten vorzubeugen, können wichtige Daten auf einer externen Festplatte gespeichert werden. So hat ein Hacker keine Möglichkeit mehr, Betroffene mit der Vernichtung von gestohlenen Daten zu erpressen, da die vorher gesicherten Daten einfach wieder auf ein Gerät gespielt werden können.

Einfach den Stecker ziehen

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihr Computer gehackt wird, ist es am Wichtigsten, die Verbindung von Hacker und Computer so schnell wie möglich zu trennen. Da kann es sogar helfen, einfach mal den Stecker zu ziehen. Auf jeden Fall sollte aber ein Fachmann zum Schutz der Daten eingeschaltet werden.

Quellen:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/hacker-angriff-koennte-british-airways-205-millionen-euro-kosten-16274110.html
https://sicherheitswiki.org/wiki/Schutz_vor_Hacker
https://www.blick.ch/blick-tipps/vorsicht-hackerangriff-so-schuetzen-sie-ihren-computer-vor-ungewollten-blicken-id6769136.html
https://www.eset.com/at/support/faq/trojaner/
https://de.malwarebytes.com/spyware/

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